The Queen Is Dead

The Queen is dead, long live the Queen.

I’m talking about Queen Vivienne Westwood I. – a woman I once met. It was a true Peter Sellers moment, but more on that later. First, let’s talk about her chair and the final class in Berlin. The task for her students was to create a classic costume inspired by an old painting. They were to replicate the costume down to the finest detail, including the parts of the painting that were not visible. The grand finale was the hoped-for blessing from Her Majesty, which included not only fitting portraits of the magnificent outfits but also photos of the creators themselves wearing them.

The designs were approved and later presented at a stylish fashion show in a chalet. I’ll admit, I was a little nervous, but not so much because of Mrs. Westwood – celebrities rarely impress me, with a few exceptions – but rather because of the whole situation.

Having just arrived by train, I was hungry and thrilled to find the last piece of cake on the buffet. Vivienne Westwood was being interviewed behind me, but my focus was solely on my plate. As it turned out, the Queen herself had the same craving at that exact moment. She wanted that last piece of cake, but was stopped by a reporter. Then came her shout: „Who took my cake?!?“ In my mind’s eye, I saw her standing there with an empty plate, screaming. I felt like the whole room was staring at me, but the cake was mostly in me by then, and all evidence was gone. The absurdity of the situation is hard to explain, but unintentionally falling out of favor with the Queen still makes me chuckle today. It felt like a scene from The Pink Panther or The Party with Peter Sellers.

Analog / 120 Kodak Negative / Mamiya 645


Die Königin ist tot, lang lebe die Königin

Ich spreche von Queen Vivian Westwood I., ich bin ihr einmal begegnet. Es war ein wahrer Peter Sellers-Moment, aber dazu später mehr. Zunächst geht es um ihren Lehrstuhl und die Abschlussklasse in Berlin. Die Aufgabe ihrer Schüler war es, ein klassisches Kostüm zu erschaffen, inspiriert von einem alten Gemälde. Bis ins kleinste Detail sollten sie das Kostüm nachbilden, natürlich auch die Elemente, die im Gemälde nicht zu sehen sind. Der krönende Abschluss war die erhoffte Segnung ihrer Hoheit, die nicht nur passende Porträts der prächtigen Outfits beinhaltete, sondern auch Fotos der Schöpfer der Kreationen, die diese dann trugen.

Die Motive wurden abgesegnet und später auf einer stilvollen Modenschau in einem Chalet präsentiert. Zugegeben, ich war ein wenig aufgeregt, aber weniger wegen Frau Westwood – Prominente beeindrucken mich selten, mit wenigen Ausnahmen – sondern eher wegen der gesamten Situation.

Gerade mit dem Zug angekommen, war ich hungrig und freute mich über das letzte Stück Kuchen auf dem Buffet. Hinter mir wurde Vivienne Westwood interviewt, doch mein Interesse galt einzig meinem Teller. Wie sich später herausstellte, hatte auch die Queen gerade in diesem Moment das gleiche Bedürfnis wie ich. Sie wollte sich, wie sich später herausstellte, genau das Stück Kuchen nehmen, wurde aber von einem Reporter daran gehindert. Dann folgte ihr Aufschrei: „Who took my cake?!?“ In meinem inneren Auge sah ich sie mit leerem Teller da stehen und laut schreien. Ich hatte das Gefühl, dass mich der ganze Saal anstarrte, doch der Kuchen war zum größten Teil in mir und alle Beweise vernichtet. Die Situationskomik ist schwer zu erklären, aber unabsichtlich in Ungnade gefallen zu sein – bei der Queen! – bringt mich heute noch zum Schmunzeln. Es war wie eine Szene aus Pink Panther oder The Party mit Peter Sellers.

Analog / 120 Kodak Negativ / Mamiya 645